IFRS halten Einzug ins HGB – eine Herausforderung für den Mittelstand

Mit dem am 8. November 2007 vom Bundesministerium der Justiz verabschiedeten Referentenentwurf zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) steht das deutsche Handelsrecht vor der größten Reform der vergangenen Jahrzehnte. Die Bedeutung des Reformprojektes wird in der außerordentlich hohen Anzahl von insgesamt 81 Änderungen, die nahezu alle bedeutenden Paragraphen des HGB und sowohl Bilanzierungs- als auch Bewertungsvorschriften betreffen, deutlich.

Eines der Hauptziele des BilMoG ist die Schaffung einer modernen Bilanzierungsgrundlage, um die Aussagekraft der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse – auch im internationalen Vergleich – zu verbessern und damit den mittelständischen Unternehmen den Druck zur Anwendung internationaler Rechnungslegungsgrundsätze zu nehmen. Das modernisierte Handelsrecht soll eine vollwertige Alternative zu den internationalen Rechnungslegungsstandards darstellen, ohne jedoch die hohe Komplexität und die Kosten sowie Zeitträchtigkeit der International Financial Reporting Standards (IFRS) zu beinhalten. Mit der Reduzierung der – vor allem international – kritisierten Problembereiche der deutschen Rechnungslegung, die in einer zu großen Anzahl von Wahlrechten, in einer Überbetonung des Vorsichtsprinzips und in einer Deformierung der Handelsbilanz durch die umgekehrte Maßgeblichkeit bestehen, soll das Handelsrecht international wettbewerbsfähiger werden.

Eine Umsetzung der Änderungen durch das BilMoG ist für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2008 beginnen, vorgesehen. Eine ausführlichere Darstellung der wesentlichen Änderungen im HGB werden wir in einer rasch folgenden Sonderausgabe von compact veröffentlichen. Bis dahin können Sie eine Übersicht der Änderungen durch das BilMoG auf unserer Homepage unter www.esche.de finden.

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